Die drei Ratingagenturen Moodys, Fitch Ratings und Standard and Poor’s sind derzeit in aller Munde. Gerade zur aktuellen Zeit sorgen ihre Wert-Urteile zu den Anleihen überschuldetet Euro-Länder für reichlich Kontroverse. Vor allem Politikern bereitet die enorme Macht dieser drei Ratingagenturen in jüngster Zeit reichlich Kopfzerbrechen. Doch die Bedenken seitens der Politik mögen nicht ganz unbegründet sein, schließlich teilen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch das Geschäft der Unternehmens- und Anleihen-Ratings nahezu vollständig unter sich auf. Ihre Bewertungen üben daher auch einen besonders starken Einfluss auf die Märkte aus.
Die drei Ratingagenturen wurden ursprünglich gegründet, um die Bonität von Unternehmen zu bewerten, die am amerikanischen Kapitalmarkt zugelassen werden sollten. Innerhalb von kurzer Zeit erlangten die drei Agenturen auch globale Relevanz. Mittlerweile bewerten die drei Ratingagenturen, bei denen es sich ebenfalls um Unternehmen mit Gewinnabsicht handelt, weltweit die Kreditwürdigkeit von Firmen sämtlicher Branchen sowie von Staaten und deren untergeordneten Gebietskörperschaften. Die Bewertung erfolgt dabei über bestimmte Buchstabenkombinationen, wobei ein AAA beispielsweise für eine ausgezeichnete Bonität steht, wohingegen die Benotung D Zahlungsunfähigkeit bescheinigt.
Momentan wird die Macht der drei Ratingagenturen stark diskutiert, da ihre Urteile zur Bonität bestimmter Staaten die Anleihemärkte stark beeinflussen können. So mussten hoch verschuldete Länder wie beispielsweise Griechenland nach einer Herabstufung wesentlich höhere Zinsen für ihre am Markt platzierten Staatsanleihen bezahlen.
Bildquelle: Kurt F. Domnik / pixelio.de


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